Detektei-Alarm.de - ein Detektiv Blog


Die Detektei und die Bahn

Januar 22, 2009 Von: admin Kategorie: Detektiv Kommentare deaktiviert

Grade ist der öffentliche Trubel um das Verhalten der Detektive bei der Mitarbeiterüberwachung im LIDL abgeklungen, bescheren uns Telekom und jetzt auch die Deutsche Bahn weitere Meldungen über eine nicht korrekte Vorgehensweise. Mein Berufstand des Detektivs wird durch solche Skandale nachhaltig geschädigt. Es scheint als wären nur skrupellose Schnüffler unterwegs, die gar keinen Respekt mehr vor der Privatsphäre haben und die für große Summen des Auftraggebers gerne auch Gesetze übertreten.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich dieses Verhalten zutiefst ablehne und alle Detektive, mit denen ich bisher gesprochen habe, sehen das ähnlich. Wir können nur hoffen das die Gesellschaft nicht zu viele Schlüsse auf den Detektiv an sich zieht, wenn angeblich professionelle Detekteien regelmäßig für Negativschlagzeilen sorgen.

Meine Detektei und das Kindermädchen

Januar 21, 2009 Von: admin Kategorie: Detektiv Kommentare deaktiviert

Eltern können nicht immer für ihr Baby da sein und müssen auch ab und zu mal einen Abend zu zweit genießen können. Daher suchen sie sich einen Babysitter. Dieser kommt meist aus dem nahen Umfeld, damit man weiß, dass er vertrauenswürdig ist. Ein Klient meiner Detektei jedoch, fand niemanden aus seinem Umfeld und musste daher auf eine Zeitungsannounce zurückgreifen. Da er ein wenig Bedenken bei dem neuen Kindermädchen hatte, bat er mich, einen Abend lang ein Auge auf dieses zu werfen.


Die Eltern gingen also ins Kino und das Kindermädchen verbrachte seinen ersten Abend in ihrem Haus. Ich hatte zur Überwachung unauffällig an jedem Babyphone einen Sender angebracht, der mir den Ton hinaus ins Auto sendete. So könnte ich hören, dass die Babysitterin schon früh nach dem Verschwinden der Eltern mit dem Telefonieren begann. Es schien ihr Freund zu sein und in Zeiten von Telefonflatrates ist es wohl kein Vergehen mehr, während des Babysittens zu telefonieren. Dann begann das Kind zu schreiben. Sie ging nicht etwa hin, nein sie rief erstmal laut: “Ruhe!”. Das brachte natürlich gar nichts. Nach ein paar weiteren Rufen, raffte sie sich endlich auf, um nach dem Kleinen zu sehen. Der schrie weiter, doch die unfähige Babysittern konnte sich nicht anders helfen, als mit lauten Worten. Dadurch war das Baby nur noch mehr verschreckt. Da ging das Kindermädchen wieder ins Wohnzimmer und machte einfach die Musikanlage lauter. Der Kleine hörte von sich aus wieder auf zu schreien, da er müde wurde. Doch als ich diese Verhalten den Eltern gemeldet habe, wurde das Kindermädchen sofort entlassen.

Meine Detektei und der verschwundene Mann

Januar 19, 2009 Von: admin Kategorie: Detektiv Kommentare deaktiviert

Es ist schon knapp ein Jahr her, aber eine Geschichte, die gar nicht so selten vorkommt. Eine Frau wurde von ihrem Mann ganz plötzlich verlassen. Er hat sie mit zwei Kindern zurückgelassen und ist ohne jede Spur ins Ausland verschwunden. Es fehlt nun an allen Ecken und Enden Geld und der Staat bzw. die Polizei schafft es nicht, dem Mann auf die Schliche zu kommen. Sie wandte sich hilfesuchend an meine Detektei und ich konnte den Auftag einfach nicht ablehnen.

Zunächst einmal durchsuchte ich alte Rechnungen von dem Mann, um evtl. einen Hinweis darauf zu bekommen, in welches Land er geflüchtet ist. Nach stundenlangem Suchen fand ich eine Rechnung von einem Buchladen: Ein “Deutsch – Türkisch”-Wörterbuch wurde gekauft. Das war ein deutlicher Hinweis. Ich suchte die Eltern des Mannes auf und versuchte von ihnen etwas herauszubekommen. Doch die konnten mir auch nicht weiterhelfen. Sie wussten jedoch von einem guten Bekannten des Mannes, der aus der Türkei stamme.

Ich suchte diesen Mann auf und gab mich als guter Freund des Vermissten aus. Nach anfänglicher Skepsis erzählte mir der Mann, wo mein “alter Freund” zu finden ist. Nun musste ich mich selbst auf die Reise in die Türkei machen und fand dort auch den Mann. Ich nahm Kontakt mit der Polizei in Deutschland auf, die sogleich ihre türkischen Kollegen auf den Mann ansetzte. Er musste zwar nicht zurück nach Deutschland, wurde aber gezwungen eine Menge Unterhalt nachzuzahlen und verlor durch die Scheidung ebenfalls weiteres Geld. Ein teurer Preis für ein neues Leben.

Der Detektiv im Supermarkt

Januar 16, 2009 Von: admin Kategorie: Detektei Kommentare deaktiviert

Wenn man von Beruf Detektiv ist, fällt es einem nicht immer leicht, dass beruflich antrainierte Verhalten im normalen Alltag abzulegen. Als ich neulich zum Einkaufen in den Supermarkt bin, fiel mir eine Person gleich als verdächtig auf. Durch meine Zeit als Ladendetektiv im Elektrogeschäft erkannte ich gut, wer potentieller Langfinger war und wer nicht. Diese Person stand lange bei den teuren Spiritousen herum. Außer blickte sie immer nach links und rechts, vermutlich um zu schauen, ob jemand guckt oder nicht. Also entfernte ich mich ein wenig aus ihrer Sichtweite und beobachtete dann, was sie tat.

Tatsächlich steckte sie eine Flasche von teuren Champagner in ihren Rucksack und packt dann eine mitgebrachte Kleidungsstücke darüber. Noch auf dem Gang stellte ich den Dieb und sagte: “Entweder sie bringen die Flasche zurück oder ich muss sie anzeigen”. Das hatte gewirkt, der Dieb machte kehrt und stellte die Flasche wieder an ihren Ursprungsort. Dann verließ er den Laden, ohne mir noch einmal in die Augen blicken zu können.

Der Detektiv und das verschwundene Material

Januar 15, 2009 Von: admin Kategorie: Detektei Kommentare deaktiviert

Ein Großunternehmer beauftragte mich von ein paar Monaten, da ihm in seinem Lagerbestand etwas seltsam vorkam. Ständig musste er neue Plexiglasscheiben bestellen, obwohl eigentlich gar nicht so viel hätte verbraucht werden dürfen. Da es sich um eine sehr große Firma handelte, war es jedoch schwer auszumachen, wer alles Zugriff zu dem Material hat. Daher bat er mich um Hilfe, da es sich mittlerweile nicht mehr um ein wenig Eigenbedarf handelte, sondern wirklich für beunruhigende Zahlen im Einkauf sorgte.

Ich wurde daher zum Schein in seiner Firma eingestellt. Es sollte niemand merken, dass ich ein Detektiv bin, daher gab ich mich möglichst natürlich, wurde aber nie zu besonders komplexen Sachen eingesetzt, da meine Tarnung sonst aufgeflogen wäre. In den Pausen unterhielt ich mich mit den Mitarbeitern über dieses und jenes. Meist fragte ich im Laufe des Gesprächs, wie zufrieden mein Gegenüber mit der Bezahlung so ist. Die meisten gaben sich sehr zufrieden. Nach ein paar Tagen erwischte ich jedoch jemanden der sagte: “Naja, an sich verdien ich hier nicht so viel, aber man kann sich ja etwas dazuverdienen.” Er zwinkerte vielsagend. Ich hackte einfach mal nach, ohne zu aufdringlich zu werden. Da erzählte er mit, dass sich das Plexiglas ganz gut weiterverarbeiten lasse und, dass er dadurch etwas dazuverdient.

Dies meldete ich bei nächster Gelegenheit dem Chef, der mir sehr dankbar war und gleich eine Mahnung gegen den Mitarbeiter ausgesprochen hat. Neulich traf ich den Chef wieder und er sagte, dass die Bilanz nun wunderbar stimme.

Meine Detektei und das verlorene Benzin

Januar 14, 2009 Von: admin Kategorie: Detektei Kommentare deaktiviert

Vor ein paar Monaten kam ein Mann zu mir in die Detektei und sagte, er wundere sich darüber, dass sein Tank regelmäßig leer ist, obwohl er kaum mit seinem Auto fahre. Auch die Kilometeranzeige ist viel höher, als sie eigentlich sein dürfte. Seine Frau und seine erwachsene Tochter behaupten, dass sie ebenfalls nicht viel mit dem Auto fahren würden. Er sei sogar schon mal sehr wütend gegenüber den beiden geworden und dennoch leugneten diese eine lange Ausfahrt mit dem Wagen. Daher sei er nun zu mir, einem Detektiv, gekommen.

Ich sicherte ihm zu, den Fall zu lösen und gab ihm sogleich einen GPS Tracker mit. Er hat diesen unauffällig im Handschufach verstaut und kam nach einer Woche erneut zu mir in die Detektei. Zusammen haben wir uns die Daten des Trackers angesehen. Und siehe da, der Wagen wurde während seiner Arbeitszeit von Jemandem bewegt, ziemlich genau dorthin, wo ein guter Freund der Tochter wohnte. Der Fall war somit klar. Ich rat ihm, ruhig zu bleiben, wenn er mit seiner Tochter spricht. Er hat sich daran gehalten und diese hat angesichts der Beweislast sofort eingeräumt, dass sie den Wagen regelmäßig nutzt, sich aber nicht getraut hat, es zuzugeben.

Ein Detektiv und die Fitness

Januar 13, 2009 Von: admin Kategorie: Detektei Kommentare deaktiviert

Ich schreibe hier viel darüber, welche Hilfsmittel ich so benötige. Aber neben Minikameras und anderer Detektivtechnik brauche ich auch eine Menge Fitness. Daher gehe ich regelmäßig joggen und spiele einmal die Woche Fußball. Die Kondition kann ich gut gebrauchen, denn ab und zu muss man schonmal einem Verdächtigen hinterher sprinten. Das sehe auch seltsam aus, wenn ein japsender Detektiv einen jungen Ladendetektiv nicht mal bis zur nächsten Straßenecke verfolgen kann.

Zum Glück kommt es selten zum Handgemenge. Für solche Fälle habe ich auch ein wenig Selbstverteidigungstechnik dabei, mache zudem noch Krafttraining und besuche eine Selbstverteidigungsschule. Das klingt nach wenig Freizeit, aber umso leichter lassen sich die Jobs erledigen. Außerdem gehört Sport mittlerweile fest zu meinem Alltag und ich möchte ihn nicht missen. Wer nicht gern Sport treibt, dürfte so seine Probleme mit dem Detektiv sein haben.

Meine Detektei und der falsche Kollege

Januar 12, 2009 Von: admin Kategorie: Detektiv Kommentare deaktiviert

Da meine Auftragslage recht günstig ist, hatte ich überlegt, einen weiteren Detektiv für eine Detektei zu verpflichten. Auf eine Ausschreibung hin meldeten sich mehrere Kandidaten, einer war gleich mein Favorit. Im Nachhinein wünschte ich jedoch, ich hätte mich für einen anderen Kandidaten entschieden. Am Anfang jedenfalls war der neue Detektiv in meiner Detektei sehr fleißig. Er interessierte sich für Sicherheitstechnik, Aufsperrtechnik, Videoüberwachung und den ganzen technischen Kram. Es war mir eine Freude, ihm das alles zu erklären, bis mir auf einmal Zweifel an seinen Beweggründen kamen. Er wollte sich eine meiner getarnten Kameras leihen, rückte aber partout nicht mit einem ordentlichen Grund dafür raus. Ich lies ihn gehen, beschloss aber, ein Auge auf ihn zu haben.

Schon am Freitagabend sah ich, wie mein neuer Kollege mit meiner Sonnenbrillen Kamera um ein fremdes Haus schlich… das kam mir schon reichlich seltsam vor. Er filmte vor allem die Eingänge. Am nächsten Wochenende dann, wollte er sich meinen Elektropick ausleihen. “Zum üben”. Ich tat wohlwollend und leihte ihm die Technik. Dann wartete ich in der Nähe des Hauses auf ihn und überführte ihn, noch bevor er überhaupt zur Eingangstür gelangen konnte. Natürlich habe ich ihn angezeigt und sofort entlassen.

Ein Detektiv im Laden

Januar 09, 2009 Von: admin Kategorie: Detektei Kommentare deaktiviert

Als es früher noch nicht so toll lief in meiner eigenen kleinen Detektei, habe ich als Ladendetektiv in einem Elektrohandel gearbeitet, um etwas dazu zu verdienen. Dort war es natürlich meine Hauptaufgabe, Langfinger vom Diebstahl abzuhalten. Wir waren mehrere Detektive. Einer stand direkt am Ausgang und achtete darauf, wer durch die Kassen durchging und anscheinend schwer in seiner Jackentasche geladen hatte, andere striffen so durch die Abteilung, immer bedacht, nicht als Detektiv erkannt zu werden. Man lief dann möglichst wie ein normaler Kunde und auch in alltäglicher Kleidung umher, beachtete aber dennoch das Verhalten der anderen Kunden.

Fast täglich wurde ein Ladendieb erwischt, diese leugneten oft das Vergehen und da sie meist das Diebesgut schnell wieder weggelegt hatten, konnte man ihnen nichts nachweisen. Immerhin suchten sie dann nur selten den Laden nochmal auf. Um die Beweislast etwas zu erhöhen, habe ich vorgeschlagen, versteckte Kameras einzusetzen. Wir bestellten erstmal 2 Exemplare, die an Stellen, wo häufig gestohlen wurde, montiert wurden. Und tatsächlich: Auch wenn die ertappten Diebe nun meinten, das Diebesgut schnell wegzulegen oder gar wegzuwerfen, die herbeigerufene Polizei hatte dank des Videomaterials die Möglichkeit, den Langfinger mitzunehmen.

Meine Detektei und die Mitarbeiterüberwachung

Januar 08, 2009 Von: admin Kategorie: Detektiv Kommentare deaktiviert

Das Wort ist in aller Munde: Mitarbeiterüberwachung. Die großen Discounter schoben zum Teil ihre Verantwortung auf die Detektive ab. Zwar kann ich mir vorstellen, dass es einige übereifrige Kollegen gibt, die meisten halten sich jedoch daran. Und da knapp ein Drittel aller Diebstähle von Mitarbeitern begangen werden, ist eine gewisse Überwachung nicht zu verachten. Man sollte das nur nicht hinter dem Rücken machen. Auch eine offen eingeführte Videoüberwachung kann schon den Reiz, im eigenen Laden zu stehlen verringern. Ein Detektiv kann und sollte dann eingesetzt werden, wenn er auch die Kunden überwacht. Eine reine Mitarbeiterüberwachung durch den Detektiv und dann auch noch das Belauschen von privaten Gesprächen ist jedoch ein Unding. Seriöse Detektive würden sich darauf sicher nicht einlassen.

Am Besten ist es natürlich, wenn die Mitarbeiter gerne im Laden arbeiten und keinen Grund haben, etwas zu stehlen. Doch nicht immer reicht ein Vorstellungsgespräch aus, um den Charakter eines Menschen treffend zu analysieren. Häufig kann dann ein beauftragter Detektiv auf Dauer Kosten sparen, wenn er Diebstähle verhindert.