Die Digitalisierung der Technik macht es möglich. Immer mehr Informationen über den Einzelnen in der Gesellschaft werden gesammelt, gespeichert und ausgewertet. Der Weg zu einemÜberwachungsstaat ist voll im Gange. Schätzungen zufolge sind derzeit bundesweit mehr als 500.000 Überwachungssysteme im Einsatz. Die Tendenz ist steigend. Nach der Ergreifung des mutmaßlichen Bombenlegers von Kiel, fordern einzelne Politiker eine Ausweitung der Videoüberwachungstechnik.
Andere hingegen sehen in der Vernetzung von Videoüberwachungsanlagen die Gefahr, dass dadurch eine verfassungswidrige Überwachungsstruktur entstehe. Was in Deutschland noch heftige Debatten auslöst, gehört in einem Stadtstaat in Westeuropa zur täglichen Realität. In dem Fürstentum Monaco gehören die Überwachungskameras seit längerem zum Stadtbild. Alle öffentlichen Stellen sind überwachbar. Die Einwohner haben sich schon längst daran gewöhnt und sehen durch die Videoüberwachung keine Einschnitte in ihrer Privatsphäre. Die Kriminalitätsrate tendiert gegen Null.
Diese offene Überwachungstechnik hat in der Regel einen präventiven Charakter. Einzelne sollen durch die Videoüberwachung abgeschreckt werden, ein Kriminaldelikt zu begehen.
Neben der offenen Überwachung gibt es auch verdeckte Varianten (verdeckte Videoüberwachung, Audioüberwachung, GPS-gestützte Überwachung mittels eines Peilsenders, Telefonüberwachung usw.). Nicht immer basieren derartige Observationen auf einem legalen Hintergrund.
Es gibt aber auch legale Anwendungsgebiete zu verzeichnen. Für Berufstätige macht es Sinn, eine Audioüberwachung durchzuführen. Während der Arbeitszeit ist beispielsweise ein Hund über mehrere Stunden alleine. Um den Beschwerden der Nachbarn nachzugehen, das Haustier belästige den Hausfrieden durch sein ständiges Bellen, kann durch eine Aufnahme der getätigten Geräusche erste Anhaltspunkte geliefert werden, ob man den Aussagen der Nachbarn glauben schenken kann. Eine Audioüberwachung mit einem Miniatur Digitalrecorder ist recht einfach. Der Miniatur Digitalrecorder
ist in Reichweite des Hundes zu platzieren, der Schwellwert, ab welchem Geräuschpegel eine automatische Aufzeichnung erfolgen soll, ist einzustellen. Der Verhaltensüberwachung des Hundes steht nichts mehr im Wege. Bereits bei Ankunft im eigenen Heim kann der Betreffende das Aufgezeichnete abhören.
Ferner sind in Onlineshops noch gewieftere Varianten erhältlich: eine Software für die Audioüberwachung im Internet. Hiefür ist ein Mikrofon oder ein Minisender an einem internetfähigen PC anzuschließen. Die Software arbeitet völlig versteckt im Hintergrund. Sobald Geräusche entstehen, startet die Software von ganz alleine und übertragt die Aufzeichnung an eine voreingestellte E-Mail-Adresse. Die Observation kann direkt vom Arbeitsplatz aus erfolgen.